Russland senkt Exportprognose


Russland wird 2010/11 weniger als die bisher anvisierten 20 Mio. t Getreide exportieren können. Auch die offizielle Ernteschätzung steht vor einer Revision. Die bisherige Erntezahl von 85 Mio. t wird wohl nach unten gehen. Das Agrarministerium in Moskau verschafft sich aktuell einen Überblick über das Ausmaß der Schäden durch Hitze und Trockenheit, die großräumig im Westen des Landes, am Ural und entlang der Wolga Getreidebestände verbrannt hat. Agrarministerin Elena Skrynnik geht davon aus, dass Russland in dieser Saison nicht mehr die Marke von 20 Mio. t Getreideexporten erreichen wird. Eine neue Prognose nennt ihr Ministerium jedoch nicht. Das Gleiche gilt für die Ernteschätzung, die von bisher 85 Mio. t gesenkt werden soll. "Erst muss neu kalkuliert werden", heißt es in Moskau. Das Ministerium schätzt den russischen Inlandsbedarf an Getreide auf 77 Mio. t. Wegen der hohen Anfangsbestände 2010/11 von 24 Mio. t tritt Skrynnik Befürchtungen entgegen, dass es in Russland einen Versorgungsengpass geben könnte. (db)
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