Große Aufgabe

Russland setzt auf Precision Farming

Nach Angaben von Stefan Dürr, Hauptgesellschafter der Ekotechnika GmbH, will sein Unternehmen dort bis zum Jahr 2016 die Verkaufszahlen von Neumaschinen - gemessen am gegenwärtigen Niveau - verdoppeln. „Insbesondere im Traktorensegment gibt es einen enormen Nachholbedarf", sagte Dürr am Dienstag dieser Woche während der Veranstaltung „Chance Russland" in Mannheim.

Ekotechnika, laut eigenem Bekunden größter Landtechnikhändler in Russland, will darüber hinaus den Handel mit Gebrauchtmaschinen forcieren sowie Service und Beratung für die Kunden ausbauen. „Die Fähigkeit, Precision Farming in der russischen Landwirtschaft zu etablieren, wird für den Erfolg in unserer Branche wichtiger", ist Dürr überzeugt.

Das Unternehmen vertreibt in Zentralrussland, in der Schwarzerderegion sowie in Sibirien vorwiegend Maschinen des Konzerns John Deere. Etwa 70 Prozent des Umsatzes entfallen mittlerweile auf die Mannheimer Marke.

Laut Christoph Wigger, Vice President, Sales & Marketing, zählt sein Unternehmen russlandweit derzeit insgesamt 51 Vertriebsstandorte, wovon acht auf Ekotechnika entfallen. Bis 2014 solle die Anzahl auf 80 Standorte erweitert werden, in der gesamten GUS auf 120.

Wigger bestätigte in Mannheim das große Potenzial Russlands im Landmaschinensektor. Sein Konzern wolle sich der Aufgabe der Mechanisierung dort als Fullliner stellen. Bei importierten Traktoren habe John Deere offiziellen Statistiken zufolge derzeit einen Marktanteil von 59 Prozent, bei Mähdreschern von 42 Prozent und bei Feldhäckslern von 34 Prozent. (Sz)
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