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Für Russland hat sich prinzipiell die Chance eröffnet, die Getreideausfuhren in die EU auszuweiten. Das berichtet die Moskauer Tageszeitung "Izvestija" in einem Kommentar zur kürzlich in Brüssel getroffenen Entscheidung, die EU-Importzölle für Getreide aus Osteuropa um 10 Euro/t zu senken. Die Zeitung sieht allerdings die Importzölle, die für Roggen und Gerste gelten, weiterhin als restriktiv an. Reale Möglichkeiten, den EU-Markt zu erschließen, bestünden deswegen derzeit allein für Weizen. Dies hänge jedoch auch vom Preisniveau in Russland selbst ab. Steigen die Weizenpreise durch geplante Interventionsmaßnahmen der russischen Regierung zu stark an, wäre russischer Weizen gegenüber Herkünften aus der Ukraine oder Ungarn nicht wettbewerbsfähig, schreibt die Zeitung. (pom)
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