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Für Russland ist die Gefahr der MKS-Einschleppung aus den östlichen Nachbarstaaten wie der Mongolei höher als aus Westeuropa. Dies erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Landwirtschaftsminister Russlands, Alexej Gordejew, am Dienstag vor der Presse in Moskau nach seinem Treffen mit dem Staatspräsidenten Wladimir Putin. Laut Gordejew habe er Putin über die von heimischen Veterinärbehörden getroffenen Maßnahmen zur Vorbeugung von Tierseuchen unterrichtet. Unter anderem gäben es an den Grenzen zu China und der Monoglei, aber auch zu den transkaukasischen Republiken veterinäre "Pufferzonen", wo sämtliche Tiere gegen MKS geimpft würden. Ansonsten, so Gordejew, verfügten entsprechende russische Dienste über Erfahrungen bei der MKS-Bekämpfung, da die Seuche im Lande von Zeit zu Zeit aufgetreten sei. Das Problem Europas bestehe nach Worten des Vizepremiers darin, auf die Schutzimpfungen gegen MKS längst verzichtet zu haben. (pom)
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