Ab dem heutigen Tag verhängt Russland ein Einfuhrverbot für lebende Rinder, deren Spermien und Embryos aus Deutschland. Grund dafür ist das Schmallenberg-Virus. Der Import von Fleisch und Rinderprodukten ist jedoch in Russland weiter erlaubt, bestätigt heute das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) in Berlin. Das Verbot betrifft Rinder wie auch Schafe und Ziegen sowohl aus Deutschland wie auch den Niederlanden, Belgien und Frankreich, wo derzeit vermehrt Infektionen mit dem neuartigen Virus entdeckt werden.

Auch Mexiko hat ein entsprechendes Einfuhrverbot ausgesprochen. Argentinien, China und die USA haben Anfragen an die EU-Behörden gestellt, ob sie Vorsichtsmaßnahmen ergreifen müssen, heißt es heute beim BMELV weiter. Das BMELV erwartet allerdings auch in Zukunft keine Restriktionen für den Außenhandel mit Fleisch, da dieses nicht von kranken Tieren auf den Markt kommen kann. Zu Schäden bei den Tieren führt das Schmallenberg-Virus vor allem bei den Nachkommen. Für den Menschen birgt es keine Gefahr. (sta)
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