Der Chef der staatlichen Aufsichtsbehörde Rosselkhoznadzor, Sergej Dankvert, sagte gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Interfax, dass neun chinesische Unternehmen die Erlaubnis für einen Schweinefleisch-Import bekommen hätten.

Die Anfrage an die chinesischen Unternehmen war bereits im März gestellt worden. Der jetzt ausgesprochene Bann der europäischen, amerikanischen und kanadischen Lieferanten habe die Belieferung aus China jedoch dringend gemacht. Aber die Möglichkeiten Chinas, den russischen Markt zu bedienen, sind begrenzt, denn das Land ist selber Nettoimporteur für Schweine.

Cherkizovo, einer der größten Schweinefleischverarbeiter Russlands, teilte vergangene Woche mit, selbst mit staatlicher Unterstützung wären zwei bis drei Jahre nötig, um mit inländischer Produktion die heimische Nachfrage zu stillen.

Von den weltweit führenden 20 Exportländern für Schweinefleisch sind nur fünf nicht von dem russischen Bann betroffen: Brasilien, Weißrussland, China, Mexiko und Chile. Einige brasilianische Lieferanten sind ebenfalls auf die Liste von Rosselkhoznadzor gesetzt worden. Mexiko hingegen hat Probleme mit dem PEDv-Virus, in Chile gibt es ebenfalls geringe Produktion aufgrund von Tierkrankheiten. Weißrussland kämpft mit der Afrikanischen Schweinepest. (hed)
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