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In Russland müssen gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in Lebensmitteln ab sofort wie in der EU ab einem Anteil von 0,9 Prozent gekennzeichnet werden. Eine entsprechende Verordnung trat gestern in Kraft. Bislang galt hierfür ein Toleranzwert von 5 Prozent.

Allerdings gab der Leiter des föderalen Verbraucherschutzdienstes, Gennadij Onischtschenko, am vergangenen Freitag bei einer Fachkonferenz in Moskau zu, die bisherigen Kennzeichnungsregeln seien von lediglich 10 bis 15 Prozent heimischer GV-Lebensmittelproduzenten eingehalten worden. Onischtschenko räumte ein, nicht alle Hersteller seien sich über die Verwendung von GV-Komponenten im Klaren, da die betreffende Kontrolle über die Rohstoffe im Lande zu wünschen übrig lasse. (pom)

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