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Neue Regeln für die Importe von US-Geflügelfleisch nach Russland sollen während der laufenden Verhandlungen zwischen den Veterinärbehörden beider Länder erarbeitet werden, berichtete der Pressedienst des russischen Landwirtschaftsministeriums. Der erste stellvertretende Ressortchef, Sergej Dankwert, teilte mit, am Montag seien vier Arbeitsgruppen gebildet worden, die sich mit Fragen der Zertifizierung sowie der Verwendung von Antibiotika, Konservierungsmittel und Hormonen bei der Erzeugung von Fleisch zu befassen hätten. Außerdem dürfte das Problem eventueller Salmonellenverseuchungen von Fleisch besprochen werden. Die neuen Regeln könnten nach Worten von Dankwert in zwei Monaten in Kraft treten. Die amerikanischen Seite habe den Einsatz von solchen Antibiotika in der Geflügelproduktion bestätigt, die auch in der Humanmedizin verwendet würden. Darüber hinaus hätten die russischen Veterinärdienste Beweise dafür, dass inzwischen 15 Lieferungen von US-Geflügelfleisch mit Salmonellen verseucht gewesen seien. Ohne zu behaupten, dass dieses Produkt aus Übersee generell minderwertig sei, wolle die russische Seite laut dem Vizeminister auf der Lösung vorhandener Probleme bestehen. Ein Verbot für die Lieferungen von US-Geflügelfleisch nach Russland trat am vergangenen Sonntag in Kraft. (pom)
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