Russland verbietet Lebendviehimporte


Russland wird ab dem 20. März seine Grenzen für den Import von lebenden Rindern, Schafen und Ziegen aus der EU schließen. Das Einfuhrverbot wird mit dem Schmallenberg-Virus begründet. Zur Diskussion steht auch eine Ausdehnung des Importverbots auf lebende Schweine, was die europäische Agrarbranche empfindlich treffen würde. Die EU-Kommission hält die russischen Schutzmaßnahmen für ungerechtfertigt. Experten der EU-Kommission haben ihren russischen Kollegen erklärt, dass sich das Schmallenberg-Virus wegen der fehlenden Mücken zurzeit nicht ausbreitet. Ob Tiere mit dem Virus im vergangenen Herbst Kontakt hatten, lässt sich mit serologischen Untersuchungen nachweisen.

Am 15. März wird sich die EU-Kommission erneut mit dem russischen Veterinärdienst in Verbindung setzen. Bisher waren von dem Verbot nur Wiederkäuer aus Deutschland, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und Belgien betroffen, in denen Fälle der Krankheit aufgetreten sind. Zukünftig soll es für alle EU-Mitgliedstaaten gelten. (Mö)
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