Die Getreideexporte aus der Ukraine und Russland zeigen eine uneinheitliche Tendenz. Während Russland zuletzt mehr Ware ausführte, verzeichnet die Ukraine Rückgänge. Russland hat im April insgesamt 2 Mio. t Getreide exportiert und damit 0,4 Mio. t mehr als im Vormonat März. In der Ukraine hingegen gingen die Ausfuhren im April um 0,7 Mio. t gegenüber März zurück auf 2 Mio. t, berichtet das französische Analystenhaus Agritel. Während Russland hauptsächlich Weizen ins Ausland lieferte, hat die Ukraine in den vergangenen sechs Monaten überwiegend Mais verladen.

Unterdessen hat das Agrarministerium in Kiew das Exportziel für das laufende Wirtschaftsjahr 2011/12 auf 22 Mio. t heruntergeschraubt. Das berichtet der Informationsdienst APK-Inform unter Berufung auf eine Pressekonferenz des Ressorts am Dienstag. Zuvor hatte die Ukraine das Exportziel mit 27 Mio. t angegeben; Marktteilnehmer hatten dies wiederholt als unrealistisch eingestuft. Bislang hat das Land nach Ministeriumsangaben 18,5 Mio. t Getreide ausgeführt. Im Mai belaufen sich die Ausfuhren bisher auf 800.000 t. (pio)
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