Russland will Exportmärkte halten


Russland schließt vorerst Einschränkungen seines Getreideexports aus. Die Regierung sucht einen Zwischenweg. Eine Begrenzung der Ausfuhren hätte Nachteile für die Getreidewirtschaft, meint der stellvertretende russische Landwirtschaftsminister Alexander Beljajew. „Der Export ist sehr leicht zu verlieren, aber sehr schwer zu erkämpfen", zitiert ihn die Nachrichtenagentur Ria Novosti von einer Konferenz, die am heutigen Dienstag in Nowosibirsk stattfindet.

Beljajew kündigte an, einen „Zwischenweg" zu suchen. Der Exportmarkt solle weiterhin gesichert, zugleich aber die Binnenversorgung mit Saatgut und Futter gewährleistet werden. Zuvor hatte der Minister mitgeteilt, dass die aktuelle offizielle Prognose zur russischen Getreideernte 2010 auf 70 bis 75 Mio. t gesenkt worden ist. Die Vergleichszahl der Regierung für die Ernte 2009 lautet 97 Mio. t. In internationalen Statistiken wird Russland 2009 mit einer Getreideerzeugung von 94 bis 96 Mio. t aufgeführt. (db)
stats