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Russland kann die Erzeugung von Getreide demnächst auf ein Niveau von 100 bis 110 Mio. t bringen, gegenüber 67,2 Mio. t im vergangenen Jahr und 86,5 Mio. t in der Saison 2002. Das würde dem Land einen Platz unter den drei bedeutendsten Getreideexportländern der Welt sichern, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Landwirtschaftsminister Russlands, Alexej Gordejew, am Donnerstag vor Journalisten am Rande einer Kabinettssitzung, bei der Maßnahmen zur Absicherung der diesjährigen Frühjahrsbestellung erörtert wurden. Laut dem Moskauer Regierungspressedienst stellte Gordejew dabei klar, die Steigerung der Getreideproduktion sei vor allem dank der Wiederbewirtschaftung von in den zurückliegenden Jahren nicht genutzten Agrarflächen zu erzielen. Letztere bezifferte er auf landesweit rund 30 Mio. ha, wovon 18 bis 20 Mio. ha auf Ackerland entfielen.

In diesem Jahr sollen die Anbauflächen von Getreide in Russland dem Vizepremier zufolge um 1 Mio. ha gegenüber der Saison 2003 ausgeweitet werden. Gordejew kündigte unter anderem an, 2004 nach einer einjährigen Unterbrechung die Interventionsankäufe von Getreide wieder einzuleiten, "um den Produzenten rentable Preise zu gewährleisten". (pom)

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