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Bei Verhandlungen über den Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO) will Russland verhindern, dass das aktuelle staatliche Agrar-Stützungsniveau als Bezugsgröße für künftige Minderungen herangezogen wird. Dies gelte auch für den zollpolitischen Marktschutz, bekräftigte der stellvertretende Ministerpräsident und Landwirtschaftstminister Russlands, Alexej Gordejew, bei einer Wirtschaftskonferenz in Moskau. Die EU-Länder stellten an den russischen Agrarsektor ungleiche Forderungen und setzten ungleiche Kriterien an, monierte Gordejew. Obwohl der Schutz von EU-Agrarmärkten "zehn- bis fünfzehnmal höher" als in Russland sei, werde Moskau aufgefordert, diesen zu senken. Fair wäre dem Vizepremier zufolge, eine frühere Bezugsgröße zu wählen. In der Vergangenheit seien die russischen Agrarstützungen gegenüber den derzeitigen Verhältnissen wesentlich umfangreicher gewesen. (pom)
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