Russland will heimische Düngerversorgung sichern

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Um die russischen Landwirte langfristig mit ausreichend Düngemitteln zu versorgen, hat die Regierung nun mit Düngerproduzenten einen Vertrag geschlossen. Darin haben sich der russische Verband der Düngerhersteller Rapu und die Agrargruppe Rosagroprom-soyuz bis einschließlich 2012 verpflichtet, den Landwirte eine Mindestmenge an Düngemitteln zu Preisen, die ein bestimmtes Maximum nicht überschreiten dürfen, zu liefern. Im Gegenzug sagt die Regierung den Herstellern, Erleichtungen bei den Zolltarifen für Düngemittelxporte zu, berichtet Agra Europe London weiter. Für 2008 wurde eine Mindestmenge von 2,1 Mio. t an mineralischen Düngern vereinbart. Die Menge soll in den kommenden Jahren sukzessive steigen auf 2,2 Mio. t 2009, 2,5 Mio. t 2010, 2,7 Mio. t 2011 und 3 Mio. t 2012. Sollte der Bedarf zunehmen, ist eine Mengenanpassung vorgesehen. Die Maximumpreise sollen zweimal im Jahr - am 15. November und 15. Mai - festgelegt werden und sich am Exportpreis der vergangenen drei Monate orientieren. Die Vereinbarung, mit der die russische Regierung die heimische Landwirtschaft fördern will, gilt ab sofort. (AW)
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