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Die in Russland erstmals einzuführenden Interventionen am Getreidemarkt dürften in diesem Jahr lediglich bei Bedarf vorgenommen werden. Ein Entwurf des entsprechenden Regierungsbeschlusses sehe vor, dass der Staat nur dann eingreifen würde, wenn die Marktpreise in einem höheren Maße zu schwanken anfingen, erklärte der stellvertretende Ministerpräsident und Landwirtschaftsminister des Landes, Alexej Gordejew, vor Journalisten in Moskau. Für eventuelle Interventionskäufe stehen seinem Ressort 2 Mrd. Rbl. (78,4 Mio. DM) zur Verfügung. Sollten diese Haushaltsmittel im laufenden Jahr nicht eingesetzt werden, würden sie laut Gordejew für den gleichen Zweck in der Zukunft reserviert werden. Generell ensprächen die Markteingriffe zwecks Gewährleistung der Stabilität von Getreidepreisen den Interessen sowohl der Produzenten als auch der Verbraucher, betonte der Vizepremier. Wie er erläuterte, sei geplant, die Aufträge für die Durchführung staatlicher Interventionskäufe und -verkäufe von Getreide im Rahmen von öffentlichen Ausschreibungen zu vergeben. (pom)
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