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Innerhalb von einem Jahr oder zwei Jahren könnte Russland seine Positionen als einstiges Getreideexportland wieder aufbauen. Diese Auffassung äußerte der Ministerpräsident des Landes, Michail Kassjanow, am Mittwoch vor Journalisten in der Provinz Belgorod. Dort informierte er sich über die Situation in der Landwirtschaft.

Laut Kassjanow dürfte die diesjährige Getreideernte das Jahr 2000 erzielte Ergebnis von 65,4 Mio. t um einige Mio. t übertreffen. Nach einem ganzen Jahrzehnt der rückläufigen Entwicklung steige die landwirtschaftliche Erzeugung in Russland seit zwei Jahren nun wieder, betonte der Regierungschef. Dennoch wäre es noch vorzeitig, über einem grundsätzlichen Durchbruch zu sprechen. Kassjanow hob die Maßnahme seiner Regierung hervor, infolge deren der Anteil unrentabler Agrarunternehmen im Lande von einst 85 auf nun 50 Prozent zurückgegangen sei. Die geplante Umschuldung der Branche dürfte ermöglichen, diesen Anteil noch um ein Fünftel zu verringern. (pom)
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