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Nach zwei schlechten Ernten in Folge musste Russland im vergangenen Jahr die Getreideimporte deutlich um rund 150 Prozent auf 634,6 Mio. US-$ steigern, wie aus einem Bericht des Staatlichen Komitees für Statistik der Russischen Föderation (Goskomstat) hervorgeht. Zusätzlich zu den Lieferungen im Rahmen der internationalen Nahrungsmittelhilfe importierte das Land 1999 etwa 4,6 Mio. t Weizen gegenüber 1,1 Mio. t im Vorjahr. Hierfür wurden Devisen in Höhe von insgesamt 322,3 Mio. US-$ ausgegeben, 157 Prozent mehr als 1998. Die Importe an Gerste verdoppelten sich auf 495.900 t, und an Mais wurde mit 705.100 t sogar rund sechseinhalbmal mehr aus dem Ausland bezogen als im Vorjahr. Die Importausgaben für diese Produkte stiegen um mehr als ein Drittel auf 30,6 Mio. US-$ und um das mehr als das dreieinhalbfache auf 101,3 Mio. US-$. Nach Angaben von Goskomstat stammten mehr als zwei Drittel der gesamten Getreideimporte aus nicht zur GUS gehörenden Ländern. (pom)
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