Gut gefüttert

Russlands Hähnchenmast gewinnt

Auf fruchtbaren Boden fallen Initiativen der Moskauer Regierung, die Hähnchenmast anzukurbeln. Einen regelrechten Schub erwartet das Moskauer Büro des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums USDA in der zweiten Jahreshälfte 2013.

Noch im August sollen die Mäster Ausgleichszahlungen für hohe Futterkosten erhalten, die ihnen in der zurückliegenden Saison nach der kleineren russischen Getreideernte 2012 entstanden sind. Da die Ernte 2013 wieder üppiger ausgefallen ist, dürften die Hähnchenerzeuger jetzt über ausreichend Futter zu niedrigen Preisen verfügen.

Die russische Hähnchenerzeugung könnte nach den Schätzungen des Moskauer USDA-Büros im Vergleich zu 2012 um 8 Prozent auf 3,1 Mio t in diesem Jahr anwachsen. Im Jahr 2014 sollen es sogar 3,3 Mio. t Hähnchenfleisch werden.

Geringer ist der Importbedarf, obwohl der Inlandsverbrauch von Hähnchenfleisch noch wächst. Das USDA-Büro schätzt, dass die Importe im Gesamtjahr 2013 im Vergleich zu 2012 um fast 7 Prozent auf 540.000 t fallen. Vor fünf Jahren hatte Russland noch fast die doppelte Menge am Weltmarkt gekauft. Als Hauptlieferländer von Hähnchenfleisch in den ersten fünf Monaten 2013 nennt das Moskauer USDA-Büro die USA, Weißrussland, Brasilien und die Ukraine. (db)
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