Russlands Regierung will Düngerversorgung sichern


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Dünger sind in Russland knapp und vor allem teuer. Die russische Regierung überlegt nach Informationen der Nachrichtenagentur Interfax, größere Anteile von drei Düngemittelproduzenten zu erwerben und in einer staatlichen Holding zusammenzuführen. Damit würde zum einen ein wichtiger Industriezweig wieder vom Kreml kontrolliert, zum anderen aber auch der starken Monopolisierung auf dem russischen Düngermarkt entgegengewirkt werden. Dabei geht es Regierungs- und Industriekreisen zufolge um die Düngerhersteller Uralkali, Silvinit und Apatit. Uralkali und Silvinit sind die einzigen Produzenten von Kalisalzen in Russland. Apatit ist der größte Anbieter von Apatit (Calciumphosphaten) und betreitet einen Marktanteil in Russland von 80 Prozent. Nach Aussagen von Uralkali und Silvinit ist eine solche Zusammenlegung seitens der Regierung nicht an die Unternehmen herangetragen worden. (AW)
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