Russlands Regierung will Getreidehandel kontrollieren

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Die Zeiten eines selbstbestimmten und freien Getreidehandels in Russland scheinen beendet. Die russische Regierung plant nun auch einen Teil des Getreidehandels zu kontrollieren und ein Getreidehandelsunternehmen zu gründen, in dem alle staatlichen Anteile an Getreidehandelsunternehmen zusammengeführt werden sollen. Ein entsprechendes Dekret liegt dem Präsidenten Dimitrij Medwedjew zur Unterzeichnung vor, berichtet Agra Europe London. Der russische Staat hält Anteile zwischen 25 und 51 Prozent an 28 verschiedenen Firmen, erklärt der Präsident des russischen Getreideverbands Arkady Zlochewsky. Dazu zählen laut Zlochewsky Anteile an zwei Exportterminals mit Seezugang mit einer Kapazität von rund 5 Mio. t Getreide sowie an Elevatoren und Mühlen mit einer Lagerkapazität von insgesamt 2 Mio. t.

Die Regierung will nun private Unternehmen davon überzeugen, Teile ihrer Unternehmungen an das neue Getreidehandelsunternehmen mit dem vorläufigen Namen United Grain Company beizusteuern. In dem neuen Getreidehandelsunternehmen soll der Staat eine Sperrminorität von 25 Prozent halten. Das Unternehmen soll staatlich geführt werden. Der Einfluss der privaten Unternehmen sollen je nach der Wertigkeit ihres Beitrags bemessen sein. (AW)

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