Zuckerrüben

SESVanderhave eröffnet Forschungszentrum

Vertreter von SESVanderhave eröffnen in Tienen das neue Zentrum zur Zuckerrübenzüchtung.
-- , Foto: da
Vertreter von SESVanderhave eröffnen in Tienen das neue Zentrum zur Zuckerrübenzüchtung.

In nur einem Jahr sind die neuen Gewächshäuser und Bürogebäude auf einer Fläche von 2 ha am Stadtrand von Tienen, in der Nähe der Zuckerfabrik Tirlemontoise, entstanden. Für SESVanderhave-Forschungsdirektor Gerhard Steinrücken ist mit dem Neubau ein Traum in Erfüllung gegangen. „So ein wegweisendes Zuckerrüben-Projekt erlebst du nur einmal im Leben“, sagte er vor internationalen Gästen der Zuckerwirtschaft.

In Anwesenheit des belgischen Agrarministers Willy Borus wurde das SVIC heute zusammen mit internationalen Vertretern der Zuckerwirtschaft eröffnet. SES ist in rund 56 Ländern weltweit mit Zuckerrübensaatgut vertreten. Die Forscher finden optimale Verhältnisse für ihre Arbeiten vor. Durch die Automatisierung von Arbeitsabläufen im SVIC könne die Zeit bis zur Sorteneinführung gegenüber den bisherigen 8 bis 9 Jahren halbiert werden. SES ist in der Züchtung von Zuckerrüben führend. In den Gewächshäusern werden die Pflanzen unter verschiedenen klimatischen Bedingungen und Wasserverhältnissen auf Merkmale wie Ertrag, Toleranz gegen Lagerverluste und Zuckergehalt getestet. Die Züchter können auf eine Fülle von Daten für die Markerselektion zurückgreifen. Millionen Pflanzen lassen sich im neuen Forschungszentrum hinsichtlich ihrer genetischen Informationen prüfen. Weltweit verfügt das Unternehmen über 100.000 Versuchsflächen, dessen Daten in Tienen vereint werden. 

Die Züchter arbeiten eng mit Zuckerfabriken und Landwirten weltweit zusammen. Sie verfolgen alle das gleiche Ziel: Die Zuckerrübe wettbewerbsfähiger gegenüber anderen Kulturen zu machen. Dabei geht es vor allem um einen höheren Ertrag. Viele Sortenversuche sind aber auch angelegt auf Resistenzen gegenüber Unkräutern, Krankheiten und Schädlingsbefall.  In diesem Jahr war vor allem Gürtelschorf ein Problem. SES arbeitet eng mit der Universität Leuwen und internationalen Zuckerrübeninstituten wie in Göttingen und London zusammen. (da)
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