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Die SW Seed GmbH, Teendorf, strebt eine Ausweitung ihrer Marktanteile in Europa an. Möglichkeiten sieht das Unternehmen bei Getreide und Raps in Deutschland mit neuen Sorten und generell in den östlichen EU-Nachbarländern. In den vergangenen Jahren habe die SW Seed ihre Position "deutlich gestärkt", berichtete Geschäftsführer Günter Keim in der vorigen Woche auf einer Veranstaltung in der Nähe des SW-Züchtungsstandortes Hadmersleben. Zum Arbeitsgebiet Zentraleuropa der SW Seed, Teendorf, zählen Deutschland, Österreich, Schweiz und Benelux sowie die neuen EU-Mitgliedsländer Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien. In dieser Region wolle man langfristig zu den drei führenden Saatzuchtorganisationen gehören. Keim stellte für die SW Seed in Zentraleuropa ein Umsatzwachstum von 30 Prozent in den kommenden drei Jahren auf dann 13 Mio. EUR in Aussicht. Auch der kürzlich erfolgte Zukauf des Winterraps- und Senf-Züchtungsprogramms von Danisco trage seinen Teil zur Stärkung der SW Seed am Markt bei.

Neben der Einführung neuer Sorten auf dem deutschen Markt sind nach Aussage von Keim Aktivitäten auf den Nachbarmärkten in Polen und Tschechien geplant. Keim warnte allerdings davor, besonders in Polen das Marktpotenzial angesichts der großen Getreideanbaufläche zu überschätzen. Wegen des niedrigen Saatgutwechsels von nur 10 Prozent bestehe in Polen momentan nur ein "ernüchternder" Bedarf an Z-Saatgut. (Wo)

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