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Die insektizide Maisbeize Mesurol könnte noch diese Woche wieder die Zulassung vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) erhalten. "Die Anzeichen, dass wir bis Freitag Sicherheit haben, sind gut", sagte Sönke Koop, Abteilungsleiter Maisvertrieb der Saaten-Union heute auf dem Winterforum des Unternehmens in Magdeburg. Rund 50 Prozent des Saatmaises werden in Deutschland mit Mesurol gebeizt. Bisher hat die Saaten-Union Saatmais zur kommenden Aussaat nur vorbehaltlich der Zulassung für die insektizide Beizung verkauft. "Kommt die Zulassung jetzt, können wir logistisch noch alle Partien bis zur Aussaat beizen, wenn nicht, könnte es Probleme geben", erläuterte Koop gegenüber ernaehrungsdienst.de.

Der Pflanzenschutzanbieter Bayer Crop Science hat für Mesurol inzwischen eine neue Formulierung erarbeitet, die den Abrieb vom Korn vermindert. Außerdem haben Sämaschinenhersteller Verfahren entwickelt, die die Abluft aus den Maschinen nicht in die Luft, sondern in den Boden abführen. Das BVL hatte verschiedenen insektiziden Beizen im vergangenen Jahr die Zulassung entzogen, nachdem es in Südwestdeutschland zu einem Massensterben von Bienen bei der Maisaussaat gekommen war. Untersuchungen haben ergeben, dass die Beize über die Abluft von pneumatischen Sämaschinen in starken Konzentrationen in die Luft gelangt war. (sta)

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