Das Angebot an Roggen aus Deutschland deckt die Verarbeitungs- und Vermarktungskapazitäten bei weitem nicht. Mit neuen Sorten will die Saaten-Union in den kommenden Jahren den Roggenanbau wieder interessanter machen. Die Vermarktungs- und Verarbeitungskapazitäten für Roggen liegen in Deutschland bei 8 bis 9 Mio. t, also bei mehr als dem Doppelten der aktuellen Produktion von etwa 3 Mio. t. Darauf weist Sönke Koop, Vertriebsleiter Hybrid-Roggen der Saaten-Union GmbH, Isernhagen, hin. In welcher Größenordnung der Markt Roggen aufnimmt, werde allein durch Angebot und Nachfrage und dem daraus resultierenden Marktpreis entschieden. Roggen wird in diesem Jahr nach Koops Auffassung von der knappen Versorgungslage, insbesondere bei Weizen profitieren und den Weizen im Futtertrog ersetzen.

In den nächsten Jahren will das Saatgutunternehmen mit mehreren Neuzulassungen kommen, die den Roggenanbau wieder richtig interessant werden lassen, kündigt Koop an. Auch für die Nutzung als Ganzpflanzensilage empfiehlt er einige der ertragreichsten Stämme der Saaten-Union. Vorteilhaft sei die kräftige Jugendentwicklung dieser Sorten.
Von den Neuzulassungen dieses Jahres, der SU Allawi und der SU Mephisto gebe es erste Mengen Versuchssaatgut. Ab Herbst 2012 sollen dann größere Mengen Z-Saatgut zur Verfügung stehen. (brs)
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