Startschuss

Saatgut-Beizanlagen werden zertifiziert


Seit Januar können Unternehmen und Landwirte ihre Saatgut-Beizanlagen für Getreide im Rahmen des Zertifizierungssystems der Seedguard-Gesellschaft für Saatgutqualität mbH in Bonn zertifizieren lassen. „Wir begrüßen den Start des Systems ausdrücklich. Die Zertifizierung ist ein wesentlicher Schritt, um die Wettbewerbsfähigkeit der Getreidewirtschaft zu sichern", so Dr. Henning Ehlers, Generalsekretär des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV).

Qualitativ hochwertiges Saatgut, produktgerechte Düngemittel und die Verfügbarkeit eines breiten Spektrums von Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffen seien für den wirtschaftlichen Erfolg der Getreidewirtschaft unabdingbar. Das von der EU-Kommission verhängte temporäre Anwendungsverbot neonikotinoider Wirkstoffe und die zunehmende Diskussion über die Umweltauswirkungen von Pflanzenschutzmitteln ließen befürchten, dass die Zulassung von Wirkstoffen zukünftig deutlich restriktiveren Anforderungen unterliegen werde. Bereits heute sei die Zulassung verschiedener Beizmittel-Wirkstoffe an deren Applikation in professionellen Saatgutbehandlungseinrichtungen geknüpft, betont Ehlers.

Die Nutzung dieses wirtschaftseigenen leistungsfähigen Qualitätssicherungssystems stehe allen Unternehmen der Saatgutwirtschaft und Landwirten mit Aufbereitungsanlagen offen. „Durch dieses proaktive Engagement hat es die Wirtschaft in der Hand, die Verfügbarkeit von Wirkstoffen zu sichern, die Leistungsfähigkeit der Branche zu erhalten und öffentliche Akzeptanz für die Saatgutbeizung herbeizuführen", so der Generalsekretär. (Sz)
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