Saatgut Innovationsträger für die Zukunft

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Ein überwiegend optimistisches Bild für die Pflanzenzüchtung in Deutschland zeichneten heute die Referenten beim Internationalen Saatgutkongress der Agrarzeitung Ernährungsdienst in Hannover. "Landwirte werden nach wie vor Wettbewerbsfähigkeit nur durch Intensität erzielen",betonte Dr. Christoph Amberger, Vorstandsmitglied der KWS Saat AG, Einbeck. Dazu biete Pflanzenzüchtung die Grundlage. "Landwirte sollten sich diesen technischen Fortschritt nicht wegsparen", warnte Amberger vor dem Hintergrund des rückläufigen Z-Saatguteinsatzes bei Getreide. Als positiv für Landwirtschaft und Pflanzenzüchtung beschrieb er den Anbau nachwachsender Rohstoffe, der seiner Ansicht nach von heute 1,4 Mio. ha auf 4 Mio. ha anwachsen könnte. Dr. Martin Frauen, Züchtersprecher der Saaten-Union-Gruppe, Isernhagen, zeigte sich ebenfalls überzeugt, dass Landwirte von der Züchtung profitieren. Immerhin investierten in Deutschland die Unternehmen 17 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Züchtungsfortschritt wird sich fortsetzen, stellte Ursula Lüttmer-Ouzane,Geschäftsführerin der Monsanto Agrar, Düsseldorf, in Aussicht. "Saatgut ist der Innovationsträger für die Zukunft", ist ihre Einschätzung. Von der neuen Regierung erhofft sie sich einen "Klimawechsel" mit vernünftigen Rahmenbedingungen zur zügigen Sortenzulassung und eine Unterstützung von Biotech-Produkten in Deutschland. (db)
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