Die KWS Lochow zeigt sich mit dem Start ihres Quality Plus-Saatguts zufrieden. Die Vermehrung wird ausgedehnt. „Es war ein schwieriges Jahr für uns, um ein neues Qualitätssicherungssystem einzuführen", sagte Robert Bäumker von der KWS Lochow heute auf dem Agrarforum im hessischen Florstadt. Bereits die feuchten Witterungsbedingungen hätten zu einer erschwerten Aussaat und geringen Beständen geführt. Schließlich verursachten lang anhaltende Niederschläge zur Erntezeit eine regional knappe Versorgung mit Saatgut für Winterroggen, Winterweizen und Triticale. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen seien bei Hybridroggen, Wintergerste und Triticale die für das Z-Saatgut mit Siegel erforderlichen Qualitäten erreicht worden, sagte Bäumker.

Die Nachfrage nach dem seit Herbst 2011 erhältlichen Quality Plus-Saatgut sei größer gewesen als das Angebot. Die Vermehrung wurde dem Bedarf angepasst und um etwa 15 Prozent ausgedehnt, so Bäumker. Seinen Angaben zufolge entsprachen über 99 Prozent der in Verkehr gebrachten Ware der Quality Plus-Norm. Lediglich bei Populationsroggen gab es Probleme. Bei etwa 8 Prozent dieses Saatguts erfolgte eine Absenkung der Mindestkeimfähigkeit von 85 auf 75 Prozent. (sch)
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