Im Herbst wird genug Z-Saatgut für die Aussaat zur Verfügung stehen. Die Pflanzenzüchter empfehlen, über Frühbezug sich die gewünschten Sorten zu sichern. Die Auswinterungen in den Vermehrungsflächen für Z-Saatgut werden nach Darstellungen des Bundesverbands Deutscher Pflanzenzüchter (BDP) dadurch ausgeglichen, dass im Herbst 2011 bereits umfangreicher Vermehrungen angelegt worden waren. Nach ersten Erhebungen sind bei den Vermehrungsflächen für Z-Saatgut  bundesweit die stärksten Auswinterungen in den Winterweizenvermehrungen aufgetreten mit etwa 9 Prozent, gefolgt von Wintergerste mit etwa 7 Prozent und Wintertriticale mit etwa 3 Prozent. „Auch wenn einzelne Vermehrungsflächen regional stark geschädigt sind, hält sich die Auswinterungsquote der Vermehrungen bundesweit im Rahmen von ca. 7,5 Prozent", erläutert BDP-Geschäftsführer Carl-Stephan Schäfer.

Die Vermehrung von Winterweizensaatgut legte zu von 55.900 ha im Jahr 2010 auf eine Vermehrungsfläche von rund 58.200 ha im Jahr 2011. Die Wintergersten-Saatgutvermehrung wurde auf rund 25.000 ha angelegt nach 22.300 ha im Jahr 2010.  Grundlegende Kritik an der Züchtung, wonach die Auswinterungsschäden ausschließlich auf mangelnde Winterhärte der Sorten zurückzuführen sind, weist Schäfer zurück: „Nicht nur die Genetik, sondern eine Vielzahl von Faktoren wie beispielsweise frühe Aussaattermine müssen in eine umfassende Analyse der Schadenslage einbezogen werden." (brs)
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