Unwetter

Sachsen-Anhalt meldet Millionenschaden


Kaputter Mais in Sachsen-Anhalt
-- , Foto: Apprecht
Kaputter Mais in Sachsen-Anhalt

Gewitter mit Hagel und schweren Sturmböen haben im südlichen Sachsen-Anhalt am Dienstagabend in der Region Mansfeld-Südharz und Saaletal Millionenschäden an Pflanzen und Infrastruktur angerichtet. Auf mehr 15.000 ha  landwirtschaftlicher Nutzflächen hinterließ das Unwetter deutliche Spuren der Verwüstung, auf mehr als 5.000 ha melden Landwirte Totalschäden in Getreide, Raps, Rüben oder Mais. Abgeschlagene Blätter bei Rüben und Mais, abgeknickte oder leergeschossene Ähren im Getreide oder Schoten im Raps lassen für die bevorstehende Ernte nichts Gutes erwarten.

Brisant ist die Situation für viehhaltende Betriebe, die auf die Ernte zur Futterversorgung ihrer Tiere angewiesen waren. Hier wird derzeit nach Möglichkeiten gesucht, Pflanzen anzubauen, die noch in diesem Jahr zu ernten sind und die Futtergrundlage für den Winter absichern. Derzeit läuft die Schadensaufnahme durch die Hagelversicherung. Nicht nur auf den Feldern, auch an Gebäuden sind erhebliche Schäden zu verzeichnen. Geborstene Scheiben, zerstörte oder abgedeckte Dächer müssen in den kommenden Wochen repariert werden. Die betroffenen Landwirte erwarten aufgrund ihrer Situation zumindest insofern Hilfe, dass diese besonderen Umstände bei behördlichen Kontrollen bezüglich der Einhaltung von Bewirtschaftungsvorschriften berücksichtigt werden. So können Brachflächen zur Futtergewinnung verwendet werden. (da)
stats