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Zur Unterstützung der Milchbauern will das Landwirtschaftsministerium Sachsen-Anhalt die jährliche Ausgleichszulage von 3 auf 9 Mio. € aufstocken. Das Geld soll aus bisher ungenutzten EU-Mitteln kommmen, hieß es heute in Magdeburg. Sofern das Kabinett des Landes zustimmt, könnten die Fördergelder noch im September 2009 gezahlt werden. Die Ausgleichszulage ist eine Hilfe für die Bewirtschaftung in benachteiligten Gebieten. Der Milchsektor stehe angesichts des rapiden Preisverfalls für Milchprodukte unter enormem wirtschaftlichen Druck, begründete der Staatssekretär des Landwirtschaftsministeriums Dr. Hermann Onko Aeikens das Vorhaben. Die extensive Grünlandbewirtschaftung soll ab diesem Jahr bis 2013 mit zusätzlichen 20 Mio. € aus der Umverteilung von Modulationsmitteln gefördert werden. Aeikens kündigte außerdem an, in Sachsen-Anhalt erneut Milchgespräche aufzunehmen, in denen das Ministerium mit Verbänden und Molkereien über die Probleme der Milchwirtschaft sprechen und nach Lösungen suchen will. Am 25. März beginnt in Magdeburg die Agrarministerkonferenz von Bund und Ländern. Themen sind unter anderem die Förderung von Investitionen für Milchviehbetriebe, die Besteuerung von Agrardiesel sowie die Zukunft des Agrarmarketings. (sta)
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