Preisverhandlungen auf Augenhöhe für Milchlandwirte fordert Sachsen-Anhalts Agrarminister Hermann Onko Aeikens. Erzeugerzusammenschlüsse seien ein guter Weg. „Es ist im Interesse Aller, wenn eine nachhaltige Milcherzeugung in Deutschland für die Zukunft gesichert wird", sagte Aeikens gestern beim Besuch des Frischli Milchwerkes in Weißenfels. Er sprach sich für Maßnahmen aus, die eine Preisverhandlung auf Augenhöhe zwischen Milcherzeugern, Verarbeitern und dem Lebensmitteleinzelhandel ermöglichen. Die auf EU-Ebene von der High-Level-Group vorgeschlagenen Erzeugerzusammenschlüsse seien für Preisverhandlungen ein möglicher Weg, so Aeikens. Das Frischli Milchwerk Weißenfels würdigte Aeikens als eine „ostdeutsche Erfolgsgeschichte", da es inzwischen das gesamte Bundesgebiet mit wachsendem Marktanteil beliefere. Aushängeschild sei der Fruchtquark „Leckermäulchen", der beim Verkauf von Fruchtquark bundesweit Platz 3 einnehme.

Im Dezember will EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos ein Maßnahmenpaket für den Milchmarkt vorstellen. Es soll vor allem auf die Ergebnisse der High-Level-Group der EU-Kommission fußen, die Mitte Juli im Agrarrat beraten wurden. Ciolos will sich auf die drei Punkte Verträge, Erzeugergemeinschaften und Branchenorganisationen konzentrieren. (sta)
stats