Dauergrünlandfläche

Sachsen-Anhalt wieder grüner


Im Vergleich zum Vorjahr ist in diesem Jahr ein Zuwachs von etwa 4.900 ha auf rund 176.700 ha Dauergrünland zu verzeichnen. Das geht aus den jüngsten Auswertungen der Anträge auf Direktzahlungen hervor, meldet das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt.

Umbruchsverbot
Die EU-Mitgliedstaaten müssen jährlich die Veränderung des Verhältnisses der Dauergrünlandfläche zur landwirtschaftlich genutzten Fläche überwachen und der EU-Kommission mitteilen. Ziel: Der Anteil des Dauergrünlands soll nicht erheblich abnehmen (5 Prozent-Schwelle). In diesem Zusammenhang besteht in Deutschland ein generelles Umbruchverbot für Dauergrünland. Auf Antrag kann ein Umbruch gegen Anlage einer Ersatzfläche genehmigt werden. Dauergrünland in FFH-Gebieten gilt als so genanntes „umweltsensibles Dauergrünland“. Hier ist ein Umbruch generell verboten.
Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens sagte: „Damit zeichnet sich ein erfreulicher Trend für Sachsen-Anhalt ab. Durch das Greening im Rahmen der neuen GAP-Reform konnte der bis 2014 in einigen Regionen anhaltende abnehmende Trend aufgehalten werden.“ Auch bundesweit habe das Dauergrünland in Verbindung mit der Antragstellung auf Direktzahlungen geringfügig zugenommen.

Der Anteil des Dauergrünlands an der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Sachsen-Anhalt liegt damit bei rund 13,5 Prozent. Hierbei wird entsprechend der EU-Vorgaben das Dauergrünland der Greening-pflichtigen Betriebe berücksichtigt, aber ohne die Flächen von Kleinerzeugern und Ökobetrieben, da diese vom Greening befreit sind.

Nach Vorliegen der bundesweiten Auswertungen hat kein Bundesland die 5 Prozent-Schwelle im Jahr 2015 überschritten. In Sachsen-Anhalt liegt der Wert für die Veränderung des Verhältnisses der beantragten Dauergrünlandfläche zur landwirtschaftlich genutzten Fläche bei +1,23 Prozent. (mrs)






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