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„Die von der EU geplanten Kürzungen der Agrarprämien bedrohen bis zu 5.800 Arbeitsplätze in Sachsens Landwirtschaft“, so Umwelt- und Landwirtschaftsminister Roland Wöller gestern in Dresden. Wie der Minister betonte, würde die pauschale Regelung, künftig größere Betriebe bis zu 45 Prozent weniger mit EU-Mitteln zu unterstützen, die ostdeutsche Landwirtschaft einseitig belasten. Alle Kürzungen der Direktzahlungen bedeuten für Sachsen einen Verlust von insgesamt 76 Mio € für Investitionen in die Zukunft. Im Freistaat wären davon 660 Betriebe betroffen, insbesondere die mit Tierhaltung. „Statt Arbeitsplätze zu gefährden, sollte die EU-Agrarreform dazu dienen, den Arbeitsmarkt im ländlichen Raum attraktiver zu gestalten“, forderte der Minister. Die Zeit bis zur Entscheidung im nächsten Jahr, so Wöller, müsse intensiv genutzt werden, um die vorgesehenen Kürzungen vom Tisch zu bekommen. (ED)
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