Agrarbetriebe werden im Freistaat Sachen finanziell unterstützt, wenn sie sich an Umweltprogrammen beteiligen. Die Akzeptanz daran steigt. Insgesamt 36 Mio. € erhalten landwirtschaftliche Betriebe für die freiwillige Teilnahme am sächsischen Agrarumweltprogramm im Jahr 2011 und die dabei entstehenden Ertragsausfälle. Mehr als ein Drittel aller Agrarunternehmen bearbeiten ihre Flächen nach den Vorgaben der Agrarumweltprogramme. Rund 233.000 ha oder ein Drittel der sächsischen Ackerfläche wurden stoffeintragsminimierend und bodenschonend bewirtschaftet.

Mit den Maßnahmen „dauerhaft konservierende Bodenbearbeitung" und „bodenschonende Produktionsverfahren des Ackerfutterbaus" liegt der Schwerpunkt darin, Bodenerosionen zu vermeiden. Die Vorgaben der Wasserrahmenrichtlinie werden durch die Ansaat von Zwischenfrüchten und Untersaaten sowie Grünstreifen auf Ackerland erfüllt. Außerdem führten sächsische Landwirte auf 31.000 ha eine extensive Weide- und Wiesenbewirtschaftung durch. Die Fördermaßnahmen werden durch die EU mit bis zu 90 Prozent im Rahmen des sächsischen Entwicklungsplans für den ländlichen Raum kofinanziert. Das Agrarministerium in Dresden will mit den finanziellen Anreizen noch mehr Landwirte gewinnen, die sich an den Maßnahmen beteiligen. (az)
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