Für die Haltung von seltenen Nutztierrassen zahlt Sachsen Prämien. Das Landeskabinett in Dresden hat eine Föderrichtlinie Tierzucht beschlossen. Darin legt die Regierung feste Sätze für die Haltung von seltenen oder vom Aussterben bedrohten Haustierrassen fest. So zahlt das Landwirtschaftsministerium für die Rassen „Rheinisch-Deutsches Kaltblut" und „Rotes Höhenvieh" 200 € pro Tier und Jahr. Züchter der Rasse „Deutsches Sattelschwein" erhalten jährlich 100 €. Schafe und Ziegen der Rassen „Merinofleischschaf", „Ostfriesisches Milchschaf", „Leineschaf", „Skudde" und „Thüringer Waldziege" können jährlich 30 € erhalten. Voraussetzung für die Förderung ist, dass betreffende Rassen über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren gehalten werden, teilt das Landwirtschaftsministerium weiter mit. Die Fördermittel sollen ein Ausgleich für die geringere Leistungsfähigkeit der Rassen sein. Anträge für die Haltungsprämien können, sobald die neue Förderrichtlinie von der EU-Kommission genehmigt ist, jährlich bis zum 15. Mai über die anerkannten Züchtervereinigungen gestellt werden.  (sta)
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