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Der sächsische Landwirtschaftsminister Frank Kupfer will mit einem Maßnahmenprogramm die Liquidität von Tierhaltern verbessern. Dem Kabinett in Dresden schlug er heute vor, den tierhaltenden Betrieben in den kommenden 2 Jahren Betriebsmitteldarlehen zu Sonderkonditionen bereitzustellen. Der Zinssatz soll mit staatlichen Mitteln um bis zu 2 Prozent abgesenkt werden. Aktuell ergäbe sich damit für die Landwirte ein Zinssatz von 3 Prozent. Für die Senkung des Zinssatzes würden 2 Mio. € aus Landesmitteln bereit gestellt. Das für die Kredite zur Verfügung stehende Finanzvolumen bei der Sächsischen Aufbaubank könne bei Bedarf auf bis zu 50 Mio. € verdoppelt werden. Eine Zinsvergünstigung für Kreditangebote der Landwirtschaftlichen Rentenbank werde geprüft. Junglandwirte, die in die Tierhaltung investieren, sollen eine um 10 Prozentpunkte erhöhte Förderung erhalten.

Um fast 10 Mio.€ aufstocken will Kupfer auch die Mittel für Agrarumweltmaßnahmen. Zur Unterstützung von bodenschonenenden Produktionsverfahren werde ab 2010 eine neue Maßnahme für den Ackerfutterbau eingeführt. Die Ausgleichszahlungen für Landwirte in benachteiligten Gebieten sollen um 3 Mio. € steigen. Dafür würden die Beihilfesätze auf das von der EU vorgegebene maximal mögliche Niveau angehoben, hieß es heute aus Dresden. Insgesamt kämen zwei Drittel der zusätzlichen Mittel den Milchvieh haltenden Betrieben zu gute. (sta)

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