Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer will die Tierproduktion im Land weiter ausbauen. Die Bevölkerung ruft er zu mehr Akzeptanz für die Tierproduktion auf. „Für die Erzeugung von Milch und Eiern, von Rind- und Schweinefleisch im ländlichen Raum Sachsens sprechen gute Gründe", sagte Kupfer heute beim Besuch mehrerer landwirtschaftlicher Betriebe im Raum Großenhain. Lange Transportwege vom Erzeuger zum Schlachthof könnten so vermieden werden. Kupfer rief die Bevölkerung dazu auf, Neuinvestitionen in die Tierproduktion aufgeschlossen gegenüber zu stehen. „Ist der Stall dann einmal da, wird er kaum noch wahrgenommen", so Kupfer. Durch immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren sei der Schutz der Anwohner ausreichend gesichert.

Rund zwei Drittel der landwirtschaftlichen Betriebe in Sachsen halten Tiere. Im Bundesvergleich ist der Viehbestand niedrig. So liegt der Viehbesatz bezogen auf die landwirtschaftliche Nutzfläche in Sachsen bei 0,56 Großvieheinheiten pro Hektar, deutschlandweit liegt die Zahl bei 0,8. Seit 2007 hat Sachsen laut Kupfer insgesamt 632 Projekte zur Verbesserung der Haltungsbedingungen mit 45,7 Mio. € unterstützt. Das Volumen der damit geförderten Gesamtinvestitionen lag bei rund 120 Mio. €. (sta)
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