Sachsen drängt auf schnelle Verhandlungen aller ostdeutschen Bundesländer mit der Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft (BVVG) über die noch ausstehenden Privatisierungsflächen. Anvisiert ist ein gemeinsames Treffen, an dem auch das Bundesfinanz- und Bundesinnenministerium teilnehmen sollen. Sachsen übernimmt die Koordinierung für gemeinsame Verhandlungen aller Ostländer mit der BVVG, mit dem Ziel, dass die Länder die Privatisierungsflächen übernehmen. Ein Termin für Verhandlungen steht noch nicht fest, heißt es in Dresden. Weitere Details wollen die Agrarminister der Ostländer jedoch auf der kommende Woche stattfindenden Agrarministerkonferenz in Jena besprechen. Bereits am vergangenen Wochenende hatten die Regierungschefs der ostdeutschen Bundesländer einen entsprechenden Beschluss gefasst. Offen war bisher allerdings, wer die Federführung übernimmt.

Gegenstand der Verhandlungen soll auch das Privatisierungskonzept der BVVG, insbesondere hinsichtlich der Obergrenzen für den Direkterwerb landwirtschaftlicher Flächen durch den Pächter, sein, heißt es in Dresden weiter. Außerdem soll es nicht nur um den Erwerb von Agrarflächen, sondern auch um die Seen gehen. "Ich freue mich, dass sich die ostdeutschen Länder in diesem wichtigem Punkt nun einig sind", kommentierte Sachsens Landwirtschaftsminister Frank Kupfer die Entscheidung am heutigen Freitag. (sta)
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