In elf EU-Staaten soll eine Finanztransaktionssteuer eingeführt werden. Konkrete Einzelheiten hat Brüssel heute beschlossen. 

Nach dem Vorschlag der EU-Kommission sollen Aktien und Wertpapiere künftig mit 0,1 Prozent besteuert werden, Derivate mit 0,01 Prozent. Dadurch entstünden in den teilnehmenden EU-Mitgliedstaaten Einnahmen von 30 bis 35 Mrd. € in Jahr, erklärte der für Steuern zuständige EU-Kommissar Algirdas Semeta am Donnerstag in Brüssel.

Unter anderem wollen Deutschland, Frankreich, Österreich, Italien und Belgien die Steuer erheben. Großbritannien und Schweden sind dagegen. Damit soll die Spekulation gebremst werden. Die Steuer fällt dann an, wenn Verkäufer oder Käufer in einem teilnehmenden EU-Mitgliedstaat ansässig sind oder wenn das Finanzprodukt aus einem dieser Länder kommt. (Mö/da)
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