BVE-Konjunkturreport

Saisongeschäft treibt Ernährungswirtschaft

Wie die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) heute mitteilte,  erzielte die Ernährungsindustrie im November 2016 einen Umsatz von 15,1 Mrd. € und damit 5,6 Prozent mehr als noch im Vorjahr. Das reine Absatzwachstum lag bei 3,6 Prozent.

Wichtige Wachstumsimpulse seien von dem guten Saisongeschäft vor Weihnachten ausgegangen. Dies hätte sich auch auf die Lebensmittelproduktion ausgewirkt: Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg um 3,1 Prozent. Ein stabiler Wachstumstreiber blieb darüber hinaus das Exportgeschäft, hier konnte die Branche einen Zuwachs von 4,7 Prozent erzielen. Insgesamt wurden im November Lebensmittel im Wert von 5 Mrd. € im Ausland abgesetzt.

Die Agrarrohstoffpreise sieht die BVE auf weiter hohem Niveau. Auch 2016 lag das Preisniveau im Durchschnitt über dem Vorjahr sowie über dem Preisniveau für Industrierohstoffe, heißt es im Bericht. Im Dezember 2016 gaben die Agrarrohstoffpreise aufgrund guter Ernteaussichten im Vormonatsvergleich dann leicht nach, der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel sank um 0,5 Prozent. Der Index kursierte damit jedoch weiterhin gut 10,9 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Geschäftsklima trübt sich ein

Das Geschäftsklima der Ernährungsindustrie bietet als Stimmungsindikator der Unternehmen einen Ausblick auf die zu erwartende Branchenkonjunktur. Nach einem saisonalen Stimmungshoch im Dezember 2016 ging der entsprechende ifo-Index im Januar 2017 deutlich zurück, der Indikator sank um 14 Punkte. Die Stimmung bei den Unternehmen trübte sich vor allem durch negative Geschäftserwartungen sowie eine schwache Nachfrageentwicklung ein. Positive Erwartungen hegten die Unternehmen hingegen vor allem für das Exportgeschäft und den Beschäftigtenstand. (mrs)
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