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Die EU-Kommission will den Kampf gegen Erreger wie Salmonellen und Campylobacter, die von tierischen Produkten auf Menschen übertragen werden können, effektiver gestalten. Schärfere Kontrollen und verbesserte Datensammlungen in allen EU-Mitgliedstaaten sollen die Verursacher von Nahrungsmittelvergiftungen eindämmen. So sollen die Mitgliedstaaten verpflichtet werden, Programme zu entwickeln, mit denen die Zahl der Infektionen in den Tierbeständen verringert werden kann, heißt es in einem am Mittwoch vorgelegten Vorschlag der Kommission. Landwirte sollen künftig dazu verpflichtet werden, den Krankheitsstatus ihrer Viehbestände zu bescheinigen. Auch soll das Monitoring verbessert werden, um verlässliche Daten über die Ausbreitung der Erreger zu sammeln.

Die Kontrollen und die Bekämpfung von Kontaminationen durch Salmonellen-, Campylobacter- und Listeria-Erreger in den einzelnen Mitgliedstaaten variierten erheblich. Mehr als 160.000 Menschen in der EU erkranken jährlich an Salmonellenvergiftungen durch den Verzehr von vor allem Geflügelfleisch und Eiern. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (ED)
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