Düngemittel

Salzwasser bremst Produktion bei K+S

Der Düngemittelproduzent K+S hat Probleme, die bei der Produktion anfallenden salzhaltigen Abwässer zu entsorgen. Weil der Antrag auf Versenkung noch immer geprüft werde, soll ab dem 1. Dezember die Produktion in den Werken Hattdorf und Unterbreizbach vorübergehend eingestellt werden. Die Entsorgung der gesamten Abwässer aus diesen Bergwerken über die Werra sei wegen der aktuellen Wasserführung des Flusses nicht möglich. Die beiden Standorte könnten deshalb nicht voll ausgelastet werden, teilte das Unternehmen mit.

Das Regierungspräsidium Kassel arbeite derzeit an einer Übergangslösung, die nach eingehender fachlicher Prüfung eine Fortsetzung der Versenkung in wenigen Wochen ermöglichen könnte, erklärt K+S. Um die Zeit bis zu einer Entscheidung des Regierungspräsidiums über eine Übergangsregelung für die Versenkung zu überbrücken, hätten sich Werksleitung und Belegschaftsvertretung darauf verständigt, dass die rund 1.750 betroffenen Mitarbeiter ihre Arbeitszeitkonten und Resturlaub abbauen.

K+S rechnet aus heutiger Sicht nur in Einzelfällen mit Auswirkungen auf die Belieferung der Kunden. Auch die Erwartung eines Ebit I für die K+S-Gruppe in Höhe von 780 bis 830 Mio. € für das Jahr 2015 dürfte davon unberührt bleiben, so der Konzern. (SB)
stats