Sarkozy für neue Agrarpreispolitik


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Angemessene Preise für landlandwirtschaftliche Erzeugnisse sollen wieder in den Mittelpunkt der GAP gestellt werden. Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy kritisiert den liberalen Kurs der EU-Kommission und fordert Reformen. Die GAP sei den Herausforderungen der Zukunft nicht gewachsen, meinte der französische Präsident, der sich in dieser Woche auf der Tierhaltungsmesse "Space" im bretonischen Rennes zum ersten Mal agrarpolitisch positionierte. Er machte seine Kritik hauptsächlich an den entkoppelten Direktzahlungen für Landwirte fest. Diese seien zum einen mit hohem bürokratischem Aufwand verbunden, sehr zum Leid der Landwirte. Zum anderen stünde es schlecht um die Akzeptanz von Direktzahlungen beim Wähler. Durch sie würden Landwirte zu Subventionsempfängern degradiert und ständig kontrolliert.

Sarkozy lehnt die Brüssler Abkehr von der Agrarpreispolitik in den vergangenen Jahren ab und möchte dagegen den Erzeugerpreis wieder ins Zentrum der GAP rücken. Der Landwirt habe ein Recht auf angemessene Preise, erklärte er den anwesenden Schweineerzeugern in Rennes. Der Landwirt solle wieder von seinen Erzeugnissen leben und nicht von staatlichen Transferzahlungen. Der französische Präsident fordert deshalb rasche Reformen. (Mö)

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