Mit einer Schadenquote von 64 Prozent und im Ausland 66 Prozent konnte das Unternehmen 19,7 Mio. € den Schwankungsrückstellungen zuführen. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Rainer Langner teilte mit, der Kostensatz habe dabei mit 14,6 Prozent auf vergleichsweise sehr niedrigem Niveau gelegen.

Die Versicherungssumme erhöhte sich im Jahr 2012 um 5,3 Prozent auf 8,84 Mrd. € und das Prämienaufkommen um 6,8 Prozent auf 147,2 Mio. €. Die Versicherungsfläche des Gesamtunternehmens habe im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent auf 4,87 Mio. ha zugelegt. Damit habe der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit ohne Gewinninteressen einen Marktanteil von über 60 Prozent in der Landwirtschaft.

Im Jubiläumsjahr setzt der Versicherer seinen Wachstumskurs im In- und Ausland fort. 1993 ging die Vereinigte Hagel aus der Fusion der Norddeutschen mit der Leipziger Hagel hervor. Das auf Mitbestimmung ausgelegte Geschäftsmodell habe sich inzwischen auch in den Niederlanden, Luxemburg, Dänemark, Litauen und seit Kurzem auch in Lettland etabliert, heißt es in dem Bericht.

Das vergangene Geschäftsjahr habe den Trend zu mehr lokalen Extremwetterlagen mit Starkniederschlägen bestätigt. Langner begrüßte die politische Entscheidung, Versicherungen gegen Starkfrost, Starkregen und Sturm steuerlich wie die für Hagel zu behandeln und mit einer Steuer von lediglich 0,03 Prozent zu belegen. (hed)
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