Im Rheinland und in Teilen Niedersachsens ist ein deutlicher Falterflug der Gammaeule zu beobachten. Ein rechtzeitiges Bekämpfen wird empfohlen. Bei der Gammaeule handelt es sich um einen Wanderfalter, der in Deutschland weit verbreitet ist. Als Schadorganismen spielen nach Angaben des Landwirtschaftlichen Informationsdienstes Zuckerrübe (LIZ), Elsdorf, lediglich die Larven (Raupen) eine Rolle. Der Schaden werde oftmals erst mit dem Lochfraß in landwirtschaftlichen Kulturen ab dem 3. Larvenstadium sichtbar.

Eine erfolgreiche Bekämpfung ist laut LIZ nur in frühen Stadien bei Larven bis zu 1,5 cm Länge gewährleistet. Zur Bekämpfung könne bei Bedarf den Insektiziden (Karate Zeon 75 ml/ha, Trafo WG 150 ml/ha) auch ein Graminizid (gegen Hirse) oder ein Fungizid beigesetzt werden. Der LIZ weist darauf hin, dass bei den Insektiziden während hoher Tagestemperaturen ein Abbau des Wirkstoffs innerhalb weniger Tage erfolgen kann. Daher empfiehlt es sich, die Behandlung am frühen Morgen oder am späten Abend mit mindestens 300 l Wasser/ha durchzuführen. (emb)
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