Schiffsfrachten auf Rekordniveau

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Eine starke Nachfrage nach Schiffsraum, vor allem in Richtung China, lässt die Kosten für Agrarimporte kräftig ansteigen. Der Import von Kohle und Eisenerz blockiert Schiffsraum. Die Wartezeiten in den Häfen Brasiliens sind lang. Die Frachtraten sind beispielsweise zwischen dem US-Golf und wichtigen nordafrikanischen Häfen um 31 US-$/t auf 95 US-$/t gestiegen. Exporteure von europäischem Getreide hoffen auf verbesserte Vermarktungsmöglichkeiten in Nordafrika und dem Nahen Osten. Die hohen Frachtraten haben auch Auswirkungen auf den Ölsaatenmarkt. Importe sind teuer und so steigt die Nachfrage nach inländischem Raps. Mischfutterhersteller und Ölmühlen, die auf Importware angewiesen sind, müssen tiefer in die Tasche für ihre Rohstoffe greifen. Insgesamt wirken sich die gestiegenen Frachtkosten von den Futtermitteln bis auf die erzeugten Endprodukten, wie Milch und Fleisch aus, berichtet die Agrarzeitung Ernährungsdienst heute. (Ps)
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