Schlachtbranche will investieren

Die deutsche Schlachtbranche hat große Pläne. So werde Tönnies die Schlachthöfe in Weißenfels und Rheda-Wiedenbrück ausbauen, erklärte Albert Hortmann-Scholten, Landwirtschaftskammer Niedersachsen, heute bei der Vortragsveranstaltung "Fokus Schwein" in Münster. Die Kapazitäten sollen dort von 180.000 auf bis zu 240.000 Schweinen pro Woche erhöht werden. Danish Crown plane den Schlachthof in Essen/Oldenburg von 63.000 auf 80.000 zu erweitern. Nach einer Umfrage der Landwirtschaftskammer könnten in den kommenden Jahren die wöchentlichen Schlachtkapazitäten in Deutschland insgesamt um rund 170.000 Schweine steigen. Derzeit werden in Deutschland pro Woche gut eine Million Schweine geschlachtet. Überraschend sei, dass auch mittelständische Unternehmen große Wachstumsschritte planen. So wolle die Simon Fleisch GmbH, Wittlich, ihre Kapazitäten mehr als verdoppeln und bis zu 18.000 Schweine pro Woche verarbeiten.

Die drei größten Schlachtunternehmen Tönnies, Westfleisch und Vion seien in den vergangenen Jahren schneller gewachsen als der Gesamtmarkt und konnten so ihren Marktanteil auf 54,1 Prozent steigern.  In zwei Jahren könnten sie bis zu 60 Prozent aller Schweine schlachten, erwartet Hortmann-Scholten. (SB)
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