Abrechnungsformel

Schlachthof disst dänische Schweine


In einem Schreiben an seine Lieferanten informiert der BMR Schlachthof darüber, dass ab sofort neue Abrechnungsmodalitäten für die angelieferten Schlachtschweine gelten. Abgestraft werden künftig vor allem Schweine, die in Dänemark geboren wurden. Bei Partien mit dänischer Duroc-Abstammung fallen die Handelsaufschläge über 55 Prozent Magerfleischanteil weg, berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Ziel des Schlachthofes sei es offenbar nur noch Schweine zu verarbeiten, die in Deutschland und den Niederlanden geboren wurden. Für Ferkelerzeuger aus Deutschland würden sich so neue Absatzchancen eröffnen.

Auf Änderungen müssen sich auch Schweinehalter mit einem hohen Salmonellenrisiko einstellen. Schweine mit Salmonellenstatus Kat. 3 werden nur noch nach Absprache geschlachtet und nicht mehr als QS-Ware abgerechnet. Dies bedeutet einen Abzug von 3 ct/kg Schlachtgewicht. Zudem wird die untere Gewichtsgrenze in der FOM-Maske von 86 kg auf 89 kg angehoben.

BMR schlachtet in Garrel bei Cloppenburg jährlich 1,35 Millionen Schweine und gehört mit einem Marktanteil von 2,3 Prozent zu den zehn größten Schlachtbetrieben in Deutschland. (SB)

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