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Die niederländische Schlachtbranche will 20 Prozent ihrer Schweineschlachtkapazität abbauen. Auf diese Zielsetzung und die Modalitäten zur Finanzierung der Stilllegungsaktion hat sich der Vorstand der Wirtschaftsgruppe Vieh und Fleisch (Productschappen Vee en Vlees, PVV) Ende September geeinigt, wie die Lebensmittel Zeitung berichtete. Die Gesamtkosten werden auf 55,8 Mio. Euro geschätzt; davon entfallen rund 45,2 Mio. Euro auf direkte Zahlungen für die Herausnahme der Schlachthaken, 3,9 Mio. Euro auf Sozialplanleistungen und 6,8 Mio. Euro auf Zinsentschädigungen.

Das Geld soll innerhalb von vier Jahren mittels eines bestimmten Betrages pro geschlachtetem Schwein von den verbliebenen Schlachthöfen aufgebracht werden. Der Spielraum für diese Abgabe werde dadurch geschaffen, dass sich die Finanzlage der verbleibenden Betriebe durch die Sanierung verbessere, argumentiert die PVV. Diese Kosten dürften von den Schlachthöfen nicht auf Zulieferer oder Abnehmer abgewälzt werden. Die Bauernverbände LTO-Nederland sowie NVV haben nach Angaben des Informationsbüros der Niederländischen Fleischwirtschaft dem Kapazitätsabbau uneingeschränkt zugestimmt, berichtet die Lebensmittel Zeitung weiter. Die Schweinehalter wollten sich bemühen, "einen Beitrag zur Optimierung des Planungszyklus in Schlachthöfen zu leisten". (ED)
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