Der Deutsche Bauernverband (DBV) und die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) kritisieren den Auszahlungsmodus des Schlachtkonzerns Vion. Landwirten dürfe kein Risiko entstehen. Die in der Vorwoche bekannt gewordenen Pläne von Vion, die Zahlungsziele für verkaufte Schlachttiere auf bis zu vier Wochen zu verlängern, stößt bei DBV und VEZG auf Unmut. Sie fordern Vion auf, zu einer ganzjährig und raschen Bezahlung überzugehen. Bereits in der Vergangenheit hatten beide Organisationen die Vorgehensweise einzelner Schlachthöfe kritisiert, regelmäßig zum Jahres- oder Quartalswechsel von den sonst üblichen Zahlungszielen abzuweichen.

Aktuell hat das Schlachtunternehmen Vion seinen Lieferanten mitgeteilt, in einigen Regionen die in der vergangenen Woche verkauften Schlachtschweine erst Anfang April und damit deutlich später als sonst zu bezahlen. Die Landwirte seien hiervon je nach Vermarktungsweg entweder direkt betroffen oder indirekt über die von ihnen getragenen Viehhandelsorganisationen und Erzeugergemeinschaften. Beide würden häufig die über sie vermarkteten Tiere pünktlich bezahlen und müssten nun eine Zwischenfinanzierung übernehmen. Die Last und das Risiko der Zwischenfinanzierung liegen in diesen Fällen immer bei den Landwirten, betont der DBV. (az)
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